Spielbanken Niedersachsen stellen Roulette-Tische in Hitfeld und Bad Pyrmont ein

Paul Bennett · Oct 1, 2026

Spielbanken Niedersachsen stellen Roulette-Tische in Hitfeld und Bad Pyrmont ein

Roulette-Tische in einem niedersächsischen Casino mit klassischem Layout

Die staatliche Spielbanken GmbH Niedersachsen hat angekündigt, die Roulette-Tische in den Standorten Hitfeld und Bad Pyrmont bis Mitte 2027 abzubauen, weil die Nachfrage zurückgeht und die Tische erhebliche Verluste verursachen, während die verbleibenden Standorte in Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück das klassische Tischspiel weiter anbieten, wie aus Unternehmensmitteilungen hervorgeht. Die betroffenen Häuser konzentrieren sich künftig ausschließlich auf Automatenspiele, eine Entwicklung, die bereits in mehreren anderen staatlichen Casinos beobachtet wurde.

Parallel plant das Land eine Senkung der Spielbankenabgabe von 85 auf 80 Prozent, um den Betrieben finanzielle Spielräume zu verschaffen, und diese Maßnahme soll die Auswirkungen der Umstellung abfedern, während Beobachter die wirtschaftliche Lage der Häuser genau verfolgen. In Oktober 2026 werden erste Vorbereitungen für den Abbau erwartet, damit der Übergang reibungslos verläuft und Mitarbeitende rechtzeitig umgeschult werden können.

Hintergründe der Entscheidung

Die Spielbanken GmbH verweist auf sinkende Besucherzahlen bei den arbeitsintensiven Roulette-Tischen, die hohe Personalkosten verursachen und zugleich weniger Umsatz generieren als Automaten, sodass die Bilanz der beiden Standorte belastet wird. Daten aus internen Berichten zeigen, dass die Nachfrage nach klassischem Tischroulette seit Jahren kontinuierlich abnimmt, während Automatenspiele stabilere Erträge liefern und weniger Personal erfordern.

Experten der Glücksspielbranche haben bereits in vergleichbaren Fällen festgestellt, dass solche Umstellungen häufig zu einer Fokussierung auf Slot-Maschinen führen, und die Gesellschaft folgt damit einem bundesweiten Trend, der sich in anderen Bundesländern bereits durchgesetzt hat. Die Reduzierung der Spielbankenabgabe auf 80 Prozent soll die Liquidität sichern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der verbleibenden Angebote stärken.

Betroffene Standorte und verbleibende Angebote

Nach Abschluss der Umstellung werden Roulette-Tische nur noch in Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück verfügbar sein, während Hitfeld und Bad Pyrmont künftig ausschließlich Automaten betreiben, und diese Konzentration ermöglicht eine effizientere Ressourcenverteilung innerhalb des Unternehmens. Die vier Standorte mit Tischspiel behalten ihr volles Angebot bei und sollen weiterhin als zentrale Anlaufstellen für klassische Casino-Erlebnisse dienen.

Die Gesellschaft betont, dass alle rechtlichen Vorgaben eingehalten werden und die Änderungen schrittweise erfolgen, damit Gäste rechtzeitig informiert sind und alternative Spielmöglichkeiten nutzen können. In den betroffenen Häusern werden die freigewordenen Flächen für zusätzliche Automaten genutzt, was die Kapazität für slotbasierte Spiele erhöht und den Betrieb kosteneffizienter gestaltet.

Automatenspielbereich in einem modernisierten Casino in Niedersachsen

Steuerliche Anpassung und wirtschaftliche Auswirkungen

Die geplante Senkung der Spielbankenabgabe von 85 auf 80 Prozent soll den Häusern jährlich mehrere Millionen Euro Entlastung bringen und die Umstellung finanziell abfedern, während das Land zugleich auf stabile Einnahmen aus dem Automatensegment setzt. Branchenverbände haben ähnliche Anpassungen in anderen Regionen als notwendig bezeichnet, um die Wirtschaftlichkeit staatlicher Spielbanken zu sichern und zugleich die gesetzlichen Rahmenbedingungen einzuhalten.

Die Maßnahme steht im Einklang mit Entwicklungen, die auch in anderen europäischen Märkten beobachtet werden, und eine Studie der Europäischen Glücksspielvereinigung zeigt, dass viele Betreiber ihre Tischspielangebote auf Standorte mit hoher Nachfrage konzentrieren, während Automaten den Großteil der Flächen einnehmen. Die Spielbanken GmbH rechnet damit, dass die Kombination aus Abbau und Steuersenkung die Gesamtergebnisse der Gesellschaft stabilisiert und zugleich die Beschäftigung an den verbleibenden Standorten sichert.

Zeitplan und weitere Schritte

Die Umsetzung soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein, wobei erste bauliche und personelle Anpassungen bereits in Oktober 2026 beginnen, und die Gesellschaft hat angekündigt, die Mitarbeitenden frühzeitig über Weiterbildungsangebote und Versetzungsmöglichkeiten zu informieren. Gäste werden über die Änderungen durch Aushänge und digitale Kanäle auf dem Laufenden gehalten, sodass sie ihre Besuchspläne entsprechend anpassen können.

Die verbleibenden Roulette-Standorte erhalten zusätzliche Marketingmaßnahmen, um die Attraktivität der Tischspiele zu erhalten, und die Gesellschaft prüft gleichzeitig, ob weitere Automatisierungen oder Hybridangebote die Wirtschaftlichkeit weiter verbessern können. Alle Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Aufsichtsbehörden, damit die gesetzlichen Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags eingehalten werden.

Fazit

Die angekündigten Änderungen markieren einen weiteren Schritt in der Anpassung der niedersächsischen Spielbanken an veränderte Nachfragestrukturen, und die Kombination aus Standortkonzentration sowie Steuersenkung soll die langfristige Wirtschaftlichkeit sichern. Die vier verbleibenden Roulette-Standorte behalten ihre klassischen Angebote bei, während Hitfeld und Bad Pyrmont künftig ausschließlich Automaten betreiben. Weitere Entwicklungen werden von Branchenbeobachtern und den zuständigen Behörden genau verfolgt.

According to Automatenmarkt and reports from the European Gaming and Betting Association, similar adjustments have occurred across multiple European jurisdictions in recent years.